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Interkulturelle Woche 22

Neu: Schwarzes Brett für Angebote und Gesuche


In diesen Tagen treten viele Menschen in Leimen an unseren Verein heran, die Flüchtlingen mit Sachspenden helfen möchten. Und es melden sich Geflüchtete oder deren Unterstützer*innen, weil sie nach bestimmten Dingen suchen. Daraus entstand die Idee, ein schwarzes Brett auf unserer Homepage zu erstellen, damit sich alle immer schnell informieren können. Und so funktioniert es:

Sie suchen Einrichtungsgegenstände? Möbel, Geschirr o.ä.? Dann schicken Sie uns eine Mail an [email protected]. Wir veröffentlichen das, was Sie suchen, auf unserem schwarzen Brett. Mit etwas Glück sieht dann jemand auf unserer Homepage, was Sie suchen, meldet sich bei uns und wir stellen dann den Kontakt her.

Oder Sie haben etwas anzubieten? Dann schicken Sie uns ebenfalls eine Mail an [email protected]. Wir veröffentlichen das, was Sie anbieten, auf unserem schwarzen Brett. Mit etwas Glück sieht jemand auf unserer Homepage, was Sie anbieten, meldet sich bei uns und wir stellen dann den Kontakt her.

Dieses schwarze Brett ist übrigens nicht für Lebensmittel und Kleiderspenden gedacht. Hierfür wenden Sie sich bitte an die Tafel und die Kleiderkammer.

Helfertreffen von Leimen ist bunt e.V.

Beim ersten Helfertreffen nach langer Zeit kamen angesichts der aktuellen Lage nicht nur bereits aktive Helfer*innen und Mitglieder, sondern auch zahlreiche neue Interessierte in den Rosesaal.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Eva Neuschäfer berichtete die Integrationsbeauftragte Birgit Zeitler von der Stadtverwaltung über den aktuellen Stand. Man wisse zur Zeit von 120 Frauen und Kindern, die aus der Ukraine geflohen und in Leimen nun privat untergebracht seien. Für die nächste Zeit rechne man aber mit deutlich mehr Menschen, um deren Unterbringung sich dann die Stadt kümmern werde. Wichtig für die Menschen aus der Ukraine se vor allem die Meldung bei den hiesigen Behörden, damit hier Anspruch auf Sozialleistungen wie z.B. Krankenversicherung bestehe.

Die Stadt habe auf ihrer Homepage ein Portal eingerichtet, wo man sich registrieren könne, falls man eine Wohnung zu vermieten habe oder als Dolmetscher fungieren könne.

Frau Zeitler erwähnte auch, dass die Tafel den Zuzug der Menschen aus der Ukraine bereits spüre und der Lebensmittelbedarf daher gestiegen sei.

Der Verein Leimen ist bunt bietet im Moment eine Fahrradwerkstatt (mittwochs von 18 bis 20 Uhr, Landgrafenstraße 3), eine Handarbeitsgruppe (montags von 14 bis 16.30 Uhr in der Landgrafenstraße 1) sowie zahlreiche Einzelhilfen an. Gemeinsam überlegten die Anwesenden, wie man nun Angebote zielgerichtet für Menschen aus der Ukraine erweitern könne. Angebote wie Spieletreffs, Bastelgruppen, gemeinsame Ausflüge etc. wären sinnvoll und könnten z.B. über die Facebookgruppe Come together beworben werden. Außerdem soll eine Art Stundentafel erstellt werden, bei dem die möglichen Angebote aufgelistet werden.


Möchten Sie Menschen aus der Ukraine oder aus anderen Ländern hier bei uns in Leimen unterstützen? Das können Sie tun:

(Kontakt jeweils über [email protected])

  1. haltbare Lebensmittel für die Tafel spenden oder sich dort als Helfer*in engagieren
  2. bei der Kleiderkammer helfen

(Kontakt jeweils über [email protected])

  1. bei der Fahrradwerkstatt helfen
  2. Kindern beim Deutschlernen helfen
  3. eine Spielgruppe für Kinder und Mütter anbieten
  4. Alltagsdeutsch mit Erwachsenen üben
  5. sich als Helfer*in für Nachhilfe oder sonstige Angebote registrieren lassen
Ukraine

Bei der Rettungskette für Menschenrechte von Norddeutschland bis zum Mittelmeer am 18. September waren auch Mitglieder von Leimen ist bunt e.V. beteiligt. Nichtregierungsorganisationen und viele Bürger*innen aus Deutschland, Österreich und Italien wollten ein Zeichen für Menschlichkeit, Menschenrechte, gegen das Sterben im Mittelmeer und für sichere Zugangswege nach Europa setzen. Die aktuelle Lage in Afghanistan machte dieses Anliegen noch einmal dringender, vor allem die Forderung nach sicheren Zugangswegen.

Die ev. Kirchengemeinde in Leimen hatte die Organisation für den Abschnitt der Rettungskette von Bruchhausen nach Kirchheim übernommen. Dort auf dem Fahrradweg wurde zwischen 12 und 12.30 Uhr die Verbindung zwischen Gruppen aus Kirchheim im Norden und Sandhausen im Süden gebildet. Im Anschluss gab es dann eine Fahrraddemo in Richtung Rathausplatz in Leimen, wo die Abschluss-kundgebung auf dem Platz zwischen Mauritiuskirche und altem Rathaus stattfand. Frau Pfarrerin Wiesner begrüßte die Anwesenden und erläuterte in ihrer Rede das Ziel der Aktion, nämlich den Einsatz für:

-        ein offenes, buntes und friedliches Europa

-       die Schaffung sicherer Fluchtwege

-       die Bekämpfung der Fluchtursachen und nicht die Bekämpfung der Geflüchteten

-       einen humanen Umgang mit Menschen auf der Flucht

-       die Unterstützung und Entkriminalisierung der zivilen Seenotretter*innen

-       ein europäisches Seenotrettungsprogramm.

Anschließend sprach der 2. Vorsitzende von Leimen ist bunt e.V., Dr. Abdul Bari, der auf die Zustände in seinem Herkunftsland Afghanistan einging. Als profunder Kenner der dortigen Lage machte er deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur die besonders gefährdeten Personen von dort nach Europa in Sicherheit zu bringen, sondern vor allem sich weiterhin für die Zivilbevölkerung vor Ort zu engagieren, die unter dem Regime der Taliban zu leiden hat. Hier seine Rede im Wortlaut.

Außerdem sprachen auch der migrationspolitische Sprecher der SPD, MdB Prof. Dr. Lars Castellucci, sowie Frau Gemeindereferentin Keßler als Abgeordnete der kath. Kirche Leimen.

Leimen ist bunt e.V. wird noch im Herbst einen Informationsabend mit Dr. Bari zur Lage in Afghanistan anbieten. Nähere Einzelheiten werden in Kürze bekannt gegeben.

Rettungskette 18. September

(2019)

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